Im Ringen um die Zukunft des Galeria-Warenhauses am Alexanderplatz setzt die Eigentümergesellschaft Commerz Real AG nun auf zwei mögliche Entwicklungspfade: Entweder ein Mischnutzungskonzept aus Galeria und Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) oder den Umbau zu einem “Warenhaus der Zukunft” mit unterschiedlichen Einzelhandelskonzepten, unter der “möglichen Einbeziehung von Galeria”. Das teilte die Commerz Real AG rbb|24 am Mittwoch mit.
“Das Warenhaus in der bisherigen Form ist Vergangenheit. Mit unserem Ansatz definieren wir das Warenhaus neu und machen es zukunftsfähig”, hieß es seitens der Eigentümergesellschaft.
Ziel sei es, den Standort zu sichern, den Landeshaushalt zu schonen und sowohl den Berlinerinnen und Berlinern als auch den Beschäftigten im Einzelhandel eine verlässliche Perspektive zu bieten. Commerz Real schlägt außerdem eine Nachnutzung für bestehende ZLB-Gebäude vor: “Um das Angebot nochmals zu schärfen, erarbeiten wir mit mehreren Architekturbüros an einer möglichen Nachnutzung für die bestehenden aktuellen Gebäude der ZLB und werden das Gesamtkonzept Ende August / Anfang September dem Senat vorlegen”, hieß es weiter.
Zuletzt hatte sich eigentlich eine Einigung zwischen dem Gebäudeeigentümer, der Commerz Real und dem Kaufhaus-Konzern Galeria abgezeichnet – doch dann stockten die Verhandlungen. Grund sind Forderungen in Millionenhöhe, die Commerz Real an eine Verlängerung des Mietvertrages knüpft. Wie die “Berliner Morgenpost” berichtet, geht es dabei um vier Millionen Euro für entstandene Baumängel am Gebäude am Alexanderplatz. Ein TÜV-Gutachten habe erheblichen Sanierungsbedarf am Gebäude festgestellt, der laut Commerz Real weder vom Vorbesitzer noch von Galeria selbst behoben wurde, heißt es im Schreiben von Mittwoch.
Eine temporäre Schließung des Galeria-Gebäudes hält die Eigentümerin demnach für unvermeidbar. Galeria habe man ein Angebot zur Sanierung unterbreitet, das auch eine mögliche Verrechnung mit der Miete vorsehe.
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